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Jubiläumskonzerte in Oberhaid PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Katharina Fink   
Sonntag, 1. Mai 2011

Oberhaid – An zwei gelungenen Konzerten zum 35-jährigen Jubiläum verwöhnte das Jugendblasorchester mit einem Best-Of-Programm der letzten Jahre seine Zuhörer mit musikalischem Können und so manchen romantischen Zwischentönen.

Den Auftakt an den beiden Konzertabenden am Ostersonntag und Ostermontag machten jeweils die Jüngsten des Vereins: Seien es nun die „Musikzwerge“ (Leitung: Andrea Müllich), der Glockenspielkurs (Ltg.: Katharina Fink) oder die Blockflötengruppe (Ltg.: Maria Stretz) – bei allen Darbietungen wurde deutlich, dass die Nachwuchsarbeit des Jugendblasorchesters musikalische Früchte trägt und sehr erfolgreich ist. Auch die Musiker des Schülerorchesters (Ltg.: Monika Lorenz) unterstrichen dies z. B. mit ihrer Darbietung von „Dr. ROCKenstein“.

Nach der Begrüßung der Ehrengäste durch Vorstand Edgar Bank führte die charmante Moderatorin Michaela Gunreben weiter durch den Abend.

Auf der Bühne präsentierte sich nun das große Hauptorchester, welches das Publikum mit seiner Ouverture Festive (Komponist: André Wagnein) und dem Stück „Jungle“ (Thomas Doss) sogleich in seinen Bann zog: Hierbei beeindruckten v.a. die Musiker des tiefen Blech und die Querflötistin Lara Stretz, die die Solopassagen auf der Altflöte gefühlvoll gestaltete.

Auch im zweiten Teil des Konzertes nahmen die jungen Musiker und ihr Dirigent Dietmar Kohl die Zuhörer mit auf eine Klangreise:
Die phantastische Welt aus „Herr der Ringe“ wurde dem Publikum durch den 5. Satz aus der gleichnamigen Symphonie von Johan de Meij näher gebracht.
Besonders gefühlvoll und gut aufeinander eingespielt präsentierte sich das Orchester mit der Darbietung der bekanntesten Melodien aus „Phantom of the Opera“. Ein außermusikalischer Höhepunkt war bei diesem Stück jedoch der romantische Heiratsantrag eines Musikers an seine im Publikum sitzende Freundin, so dass man sicher nicht nur wegen der wunderschönen Melodien Andrew Lloyd Webbers ins Schwärmen geraten konnte.

Im anschließenden Stück „Pilatus: Mountain of Dragons“ (Steven Reineke) wechselten sich Solopassagen der Holzbläser mit klanglich gut ausbalancierten Tutti-Stellen ab. Mit den folgenden Zugaben zeigte das Orchester noch einmal, dass es verschiedene Genres der Blasmusikliteratur sicher beherrscht: das Publikum konnte zum Abschluss des Konzertabends mit viel Schwung vorgetragene jiddische Melodien im „Klezmer Karnival“, fetzige Improviastionssoli in Joe Zawinul’s Klassiker „Birdland“ und den „Fliegermarsch“ aus der Operette „Der fliegende Rittmeister“ genießen. Nach diesen gelungenen Jubiläumskonzerten blieb dem Vorstand zum Abschied nur noch, sich für das kommende große Bundesbezirksmusikfest im Juli in Oberhaid ebenso begeisterte Gäste und spielfreudige Musiker zu wünschen.

 
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